Lichtformer: The Black Foamie Thing

Vorab: wenn Ihr Euch traut, ist dieser Lichtformer kostenlos zu haben. Wenn nicht, ist er aber sehr günstig zu haben.

Beim “Black Foamie Thing” handelt es sich um einen sehr einfachen, aber effektiven Lichtformer. Er ähnelt einer Snoot, ist aber meiner Meinung nach flexibler einzusetzen.

Neil van Niekerk hat das Ding erfunden.

Das gibt es auch als Video:

Das “Black Foamie Thing” ist günstig zu haben.

Die “Für-Umme-Version”:

  • Tochter/Sohn das Moosgummi klauen
  • der Ehefrau das Haargummi (wenn man selber die Ehefrau ist: Haargummi suchen)

Ehrliche Menschen kaufen das Ding für Portogeld einfach selbst.

Outtakes:

 

Fake-Bokeh

In Folge BBU044 haben wir darüber gesprochen, wie man ein Bokeh nachträglich einem Bild hinzufügt.

Dort habe ich auch ein Video verlinkt, wie man das in Photoshop ganz gut hinbekommt — wäre da nicht Photoshop-Guru Pavel Kaplun, der eine (wie ich finde) noch ausgereiftere Technik an den Start bringt. Außerdem ist es auf Deutsch.

Das habe ich auch gleich mal ausprobiert. Das Bild habe ich mit meinem iPhone gemacht, da ist Bokeh eher nicht machbar.

  • Before-Fake-Bokeh
    After-Fake-Bokeh
    Ohne Bokeh Fake-Bokeh Mit Bokeh

Kann man sicherlich noch besser machen, finde das aber schonmal gar nicht schlecht.

Und Ihr? Zeigt mal her Eure Bokehlicious-Photos!

Lensflare

Ein weiterer Hype, der wahrscheinlich irgendwann (heute schon?) belächelt wird und Foren-Aktivisiten die Nase rümpfen lässt: Lensflares.

Macht aber nix, denn solange man die nicht immer verwendet, sehen die ganz cool aus. Und als Photograph “muss man wissen” wie das geht. So! In jedem von uns steckt ein kleiner J.J. Abrams. Naja, sogar der hat sich schon entschuldigt, zu viele Lensflares verwendet zu haben.

Egal.

Lensflare selber machen geht so:

oder so:

Und dann gibt es noch das großartige Lensflare und Lightleak-Paket von Krolop & Gerst. Das gibt es in einer kostenfreien Light-Version oder das volle Paket für 15€. Lohnt sich (meine Meinung).

Lensflare und Lightleaks auf Kroplop & Gerst

Mit Erklär-Video:

Also: probiert es aus, packt Lensflares erstmal in alle Eure Photos (dann wisst Ihr, wie es geht … aber vielleicht nicht überall zeigen) und wendet es dann selektiv an.

Schickt uns Eure Ergebnisse!

P.S.: Liebe Puristen: man kann den Lensflare natürlich auch bei der Aufnahme erzeugen. Und ihn auch nur dann künstlich hinzufügen, wenn es die Aufnahmesituation erlauben würde.

Natürlicher Lensflare ist aber schwerer zu erzeugen (Martin Krolop hat das mal beschrieben: er musste Objektive dafür zerstören). Außerdem ist Lensflare schlecht kontrollierbar: die Richtung schneidet gerne mal durch das Bild und die Größe kann störend sein.

Wer mal Lensflare selber machen will, hier ein DIY-Filmchen:

BBU045 – Mama, was machen die Bären da?

 

Dauer: 1:09:19

 

Heute geht es auch mal endlich um Makro-Photographie. Und dazu gleich eine ganze Menge an Tipps und Inspiration:

Ein schöne Woche wünsche ich Euch … und schickt Bilder!

Mit dabei waren:

avatar Thomas Weller Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Joachim Heistinger
avatar Stephan Litschke
avatar Tom Striewisch
avatar Michael Bergmann

Wie man in Bildern Tiefe erzeugt

Depth in Photography

Auch in unseren Sendungen ist das immer wieder Thema: hat ein Bild Tiefe? Und wenn ja: wodurch?

Der hier verlinkte Artikel: “Creating Depth in Art and Photography” gibt die Antworten, denn ist gibt Tiefe durch:

  • Atmosphäre
  • Farbe
  • Linienführung
  • Licht
  • Schatten
  • (Farb-) Intensität
  • Schärfeverlauf
  • Bewegung

Lest Euch den Artikel durch — es gibt viele gute Beispielbilder!

Halloween-Photographie

Heute wird es blutig … und das ist auch richtig so, denn es ist Halloween!

Als erstes ein paar grundlegende Blitztechniken, die auch für normale Tage taugen.

Dann wäre da noch Gavin Hoey, der während eines Zombie-Rekordversuchs in wechselnden Lichverhältnissen mit wenig Gear tolle Bilder macht. Am Schluss wird noch ein Bild in Photoshop bearbeitet.

Zu wenig Blut? Aaron Nace hilft.

Dann fehlt nur das der blutige Schriftzug an der Wand — bitte schön:

Wenn Ihr Halloween-Bilder gemacht habt, dann schickt sie uns!

Bessere Landschaftsbilder machen — ohne HDR!

Autumn Sunrise

Der Herbst lädt ja gerade dazu ein, ein paar schöne Landschaftsbilder zu machen. Für tolle Lichtstimmungen muss man nicht ewig lange aufbleiben oder in aller Herrgottsfrühe aufstehen, die Farben, die Lichter … herrlich!

Darum geht es mir: wie man bessere Landschaftsbilder macht … und wie eben nicht. Sinnloses Rumgeballer mit Belichtungsreihen um dann fragwürdige HDR-Bilder zu erstellen ist Käse. Konzentriert Euch auf die Stimmung, setzt die Belichtung dahin, wo sie sein soll — viele Anpassungen kann man dann in Lightroom oder Photoshop vornehmen.

Und da höre ich es auch schon: “Aha … Wasser predigen und Wein saufen … Heuchler! Nachbearbeitung ist bäh … get it right in cam – DAS ist die reine Lehre!”

Ja, das stimmt auch. Vollkommen! Genau darum geht es mir auch.

Aber was ist denn richtig? Da müsst Ihr Euch entscheiden — alles gleichzeitig geht nicht. Ist es der Himmel, der die entscheidende Stimmung erzeugt? Dann müsst Ihr für den Himmel belichten. Oder ist es die Stimmung, welche die Sonne auf der Landschaft erzeugt? Dann gehört die Belichtung darauf abgestimmt. Alles Weitere passiert dann eben in der Nachbearbeitung. Und dafür reicht eine einzelne Aufnahme vollkommen aus, denn in der Regel haben Eure Raw-Dateien (!) ausreichend Informationen, die Ihr herauskitzeln könnt … dafür braucht es keine Megapixel-Monster wie die Nikon D800.

Das folgende Nicht-Meisterwerk zeigt, was alles möglich ist (vorher/nachher). Bei dem Bild war mit die Wolkenstimmung wichtig und darauf habe ich belichtet. Der Rest ist Lightroom.

_XT10420 _XT10420

Und ja: mir ist vollkommen klar, dass man sich Rauschen einfängt, wenn man die Tiefen hochzieht. Je nach Kamera ist das nicht ohne und für den 120 mal 150-Ausdruck vielleicht auch störend. Aber das ist nicht mein Punkt. Vielmehr geht es mir darum, sehen zu lernen, sich auf das Wichtige zu fokussieren — dann zu Mehrfachbelichtungen zurückzukehren macht einen Riesenunterschied!

Die Entscheidung liegt bei Euch — Ihr seid völlig frei! Aber nehmt Euch dieser Herausforderung auch an und macht Eure Bilder bewusst. Ihr seid die Künstler hinter dem Bild — überlasst das nicht Eurer Kamera und einer HDR-Software.

Checkliste:

  1. Kamera auf manuellen Modus stellen
  2. photographiert in Raw (oder Raw+JPEG)
  3. Belichtung auf das zentrale Element
  4. checkt das Histogramm
  5. … und passt die Belichtung ggf. ein wenig an

Versteht mich nicht falsch: ich bin kein Anti-HDR-Dogmatiker und ein großer Freund von Aufnahmen mit hohem Dynamik-Umfang. Ich habe auch lange mit HDR experimentiert, besitze alle gängigen Programme für’s HDR-Stitching, komme aber immer mehr zur Handarbeit zurück. Also nicht mehr 9 Bilder in einer Belichtungsreihe schießen (womöglich noch mit Programmautomatik), ab in Photomatix, ein paar Presets geklickt und fertig.

Versucht mal, ein Bild zu machen. Das eine Bild! So wie das Bild ganz oben. Eine Aufnahme. 16 Megapixel. Eure Kamera ist keine Ausrede.

Probiert’s aus … und schickt Eure Bilder!

Der Kino-Look

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Bilder, die aussehen als wären sie einem Kinofilm entsprungen haben oft etwas Besonderes: sie erzählen eine Geschichte.

Beim heutigen Linktipp geht es um zwei New Yorker, die einen Tag lang durch die Straßen zogen, dabei Bilder machten und am Ende zeigen, wie sie diesen cineastischen Look erzeugten.

The Cinematic Look – How To Make Your Photographs Look Like Films

Übrigens: die Fstoppers sind cool — unbedingt mal öfter vorbei schauen! Twitter. Facebook.

Schnee machen in Photoshop

Die ersten Zimtsterne sind gefuttert, der lokale Einzelhandel ist schon voll auf Weihnachten getrimmt und die ersten Gedanken an Glühwein glimmen im Schädel. Was fehlt? Schnee!

Wo keiner ist, machen wir ihn uns selbst.

Viel Spaß dabei … und nicht vergessen: Bilder schicken!

Freistellen — ein paar HowTo-Videos

Waldi steht vor einer Müllkippe und es soll lieber ein Rosenhain sein? Der doofe Ex-Freund soll von dem eigentlich tollen Bild verschwinden?

Dann müsst Ihr freistellen! Einfacher gesagt: das Objekt wird ausgeschnitten und vor einem neuen Hintergrund platziert.

Erste Versuche sind da oft nicht besonders von Erfolg gekrönt. Wenn schon der Körper einigermaßen gut ausgewählt werden kann ist spätestens bei den Haaren (oder dem Fell bei Tieren) Schluss.

Aber — wie so oft — gibt es Tricks:

Auch im englischsprachigen Bereich gibt es ein paar tolle Tutorials:

Und wer sich immer noch nicht mit dem Zeichenstift-Werkzeug in Photoshop anfreunden mag:

Damit könnt Ihr anfangen und üben, üben, üben. Gilt auch für mich, nur dass Ihr’s wisst.

Wie immer: schickt Eure Bilder!