Schickt Bilder, wir machen den Look!

TL;DR Du schickst uns Dein Bild als RAW und wir bearbeiten es, um die Bildaussage herauszuarbeiten. Es wird aber kein Lightroom- oder Photoshop-Tutorial — der Look steht im Vordergrund!

Eine gezielte Bildbarbeitung kann die Aussage eines Bildes unterstützen, verändern oder auch total versauen. Wir glauben auch, dass jeder eine andere Interpretation eines Bildes abliefert (wir haben das intern ausprobiert, ist so!). Daher hätten wir gerne Eure Bilder (als RAW), die wir bearbeiten dürfen:

  • die Bildaussage steht im Vordergrund
  • … die wir uns vorher überlegen (“was will ich eigentlich erreichen?”)
  • es geht nicht um ein Tutorial oder Rezepte im klassischen Sinn, sondern darum, einen vorher definierten Bildlook zu erreichen

Natürlich erklären wir dabei auch die Tools, die wir verwendet haben, wir starten aber mit dem Ergebnis und setzen die dafür notwendigen Werkzeuge gezielt ein (und nicht andersrum!).

In der Sendung werden wir dann unsere verschiedenen Ergebnisse präsentieren und besprechen.

Schreibt mir eine eMail und wir verabreden, wie das RAW zu uns kommt (je nach Kamera werden die ja recht schnell recht groß).

Wir sind gespannt!

 

Fake-Bokeh

In Folge BBU044 haben wir darüber gesprochen, wie man ein Bokeh nachträglich einem Bild hinzufügt.

Dort habe ich auch ein Video verlinkt, wie man das in Photoshop ganz gut hinbekommt — wäre da nicht Photoshop-Guru Pavel Kaplun, der eine (wie ich finde) noch ausgereiftere Technik an den Start bringt. Außerdem ist es auf Deutsch.

Das habe ich auch gleich mal ausprobiert. Das Bild habe ich mit meinem iPhone gemacht, da ist Bokeh eher nicht machbar.

  • Before-Fake-Bokeh
    After-Fake-Bokeh
    Ohne Bokeh Fake-Bokeh Mit Bokeh

Kann man sicherlich noch besser machen, finde das aber schonmal gar nicht schlecht.

Und Ihr? Zeigt mal her Eure Bokehlicious-Photos!

Lensflare

Ein weiterer Hype, der wahrscheinlich irgendwann (heute schon?) belächelt wird und Foren-Aktivisiten die Nase rümpfen lässt: Lensflares.

Macht aber nix, denn solange man die nicht immer verwendet, sehen die ganz cool aus. Und als Photograph “muss man wissen” wie das geht. So! In jedem von uns steckt ein kleiner J.J. Abrams. Naja, sogar der hat sich schon entschuldigt, zu viele Lensflares verwendet zu haben.

Egal.

Lensflare selber machen geht so:

oder so:

Und dann gibt es noch das großartige Lensflare und Lightleak-Paket von Krolop & Gerst. Das gibt es in einer kostenfreien Light-Version oder das volle Paket für 15€. Lohnt sich (meine Meinung).

Lensflare und Lightleaks auf Kroplop & Gerst

Mit Erklär-Video:

Also: probiert es aus, packt Lensflares erstmal in alle Eure Photos (dann wisst Ihr, wie es geht … aber vielleicht nicht überall zeigen) und wendet es dann selektiv an.

Schickt uns Eure Ergebnisse!

P.S.: Liebe Puristen: man kann den Lensflare natürlich auch bei der Aufnahme erzeugen. Und ihn auch nur dann künstlich hinzufügen, wenn es die Aufnahmesituation erlauben würde.

Natürlicher Lensflare ist aber schwerer zu erzeugen (Martin Krolop hat das mal beschrieben: er musste Objektive dafür zerstören). Außerdem ist Lensflare schlecht kontrollierbar: die Richtung schneidet gerne mal durch das Bild und die Größe kann störend sein.

Wer mal Lensflare selber machen will, hier ein DIY-Filmchen:

BBU043 – Das Bergmann-Orakel

 

Dauer: 1:06:34

 

Was ist eigentlich ein Rhönlight? Das bessere Rimlight? Wir wissen es auch nicht so genau. Aber wir wissen, dass wir wieder tolle Bilder am Start hatten — Unschärfe, technische Fehler … egal: auf die Bildwirkung kommt es an!

Alternative zu Lightroom: Dark-Table
Alternative zu Photoshop: GIMP

Und wir sprachen über bei der Aufnahme vermeidbare Bildfehler. Da stellen wir eine Liste zusammen — die gibt es bald auf dem Blog.

P.S.: Bevor Hatemail kommt: Ich liebe Wien, habe da selbst ein Jahr lang gewohnt, gearbeitet und genossen (die österreichische Küche: famos!).  Vor Allem für Photographen eine tolle Stadt — dieser morbide Charme ist unvergleichlich … wie Paris. Paris ist ein bisschen schicker, Wien dafür ein wenig edler. Eine tolle Stadt!

Mit dabei waren:

avatar Thomas Weller Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Joachim Heistinger
avatar Stephan Litschke
avatar Tom Striewisch
avatar Michael Bergmann

Bessere Landschaftsbilder machen — ohne HDR!

Autumn Sunrise

Der Herbst lädt ja gerade dazu ein, ein paar schöne Landschaftsbilder zu machen. Für tolle Lichtstimmungen muss man nicht ewig lange aufbleiben oder in aller Herrgottsfrühe aufstehen, die Farben, die Lichter … herrlich!

Darum geht es mir: wie man bessere Landschaftsbilder macht … und wie eben nicht. Sinnloses Rumgeballer mit Belichtungsreihen um dann fragwürdige HDR-Bilder zu erstellen ist Käse. Konzentriert Euch auf die Stimmung, setzt die Belichtung dahin, wo sie sein soll — viele Anpassungen kann man dann in Lightroom oder Photoshop vornehmen.

Und da höre ich es auch schon: “Aha … Wasser predigen und Wein saufen … Heuchler! Nachbearbeitung ist bäh … get it right in cam – DAS ist die reine Lehre!”

Ja, das stimmt auch. Vollkommen! Genau darum geht es mir auch.

Aber was ist denn richtig? Da müsst Ihr Euch entscheiden — alles gleichzeitig geht nicht. Ist es der Himmel, der die entscheidende Stimmung erzeugt? Dann müsst Ihr für den Himmel belichten. Oder ist es die Stimmung, welche die Sonne auf der Landschaft erzeugt? Dann gehört die Belichtung darauf abgestimmt. Alles Weitere passiert dann eben in der Nachbearbeitung. Und dafür reicht eine einzelne Aufnahme vollkommen aus, denn in der Regel haben Eure Raw-Dateien (!) ausreichend Informationen, die Ihr herauskitzeln könnt … dafür braucht es keine Megapixel-Monster wie die Nikon D800.

Das folgende Nicht-Meisterwerk zeigt, was alles möglich ist (vorher/nachher). Bei dem Bild war mit die Wolkenstimmung wichtig und darauf habe ich belichtet. Der Rest ist Lightroom.

_XT10420 _XT10420

Und ja: mir ist vollkommen klar, dass man sich Rauschen einfängt, wenn man die Tiefen hochzieht. Je nach Kamera ist das nicht ohne und für den 120 mal 150-Ausdruck vielleicht auch störend. Aber das ist nicht mein Punkt. Vielmehr geht es mir darum, sehen zu lernen, sich auf das Wichtige zu fokussieren — dann zu Mehrfachbelichtungen zurückzukehren macht einen Riesenunterschied!

Die Entscheidung liegt bei Euch — Ihr seid völlig frei! Aber nehmt Euch dieser Herausforderung auch an und macht Eure Bilder bewusst. Ihr seid die Künstler hinter dem Bild — überlasst das nicht Eurer Kamera und einer HDR-Software.

Checkliste:

  1. Kamera auf manuellen Modus stellen
  2. photographiert in Raw (oder Raw+JPEG)
  3. Belichtung auf das zentrale Element
  4. checkt das Histogramm
  5. … und passt die Belichtung ggf. ein wenig an

Versteht mich nicht falsch: ich bin kein Anti-HDR-Dogmatiker und ein großer Freund von Aufnahmen mit hohem Dynamik-Umfang. Ich habe auch lange mit HDR experimentiert, besitze alle gängigen Programme für’s HDR-Stitching, komme aber immer mehr zur Handarbeit zurück. Also nicht mehr 9 Bilder in einer Belichtungsreihe schießen (womöglich noch mit Programmautomatik), ab in Photomatix, ein paar Presets geklickt und fertig.

Versucht mal, ein Bild zu machen. Das eine Bild! So wie das Bild ganz oben. Eine Aufnahme. 16 Megapixel. Eure Kamera ist keine Ausrede.

Probiert’s aus … und schickt Eure Bilder!

Schnee machen in Photoshop

Die ersten Zimtsterne sind gefuttert, der lokale Einzelhandel ist schon voll auf Weihnachten getrimmt und die ersten Gedanken an Glühwein glimmen im Schädel. Was fehlt? Schnee!

Wo keiner ist, machen wir ihn uns selbst.

Viel Spaß dabei … und nicht vergessen: Bilder schicken!

Freistellen — ein paar HowTo-Videos

Waldi steht vor einer Müllkippe und es soll lieber ein Rosenhain sein? Der doofe Ex-Freund soll von dem eigentlich tollen Bild verschwinden?

Dann müsst Ihr freistellen! Einfacher gesagt: das Objekt wird ausgeschnitten und vor einem neuen Hintergrund platziert.

Erste Versuche sind da oft nicht besonders von Erfolg gekrönt. Wenn schon der Körper einigermaßen gut ausgewählt werden kann ist spätestens bei den Haaren (oder dem Fell bei Tieren) Schluss.

Aber — wie so oft — gibt es Tricks:

Auch im englischsprachigen Bereich gibt es ein paar tolle Tutorials:

Und wer sich immer noch nicht mit dem Zeichenstift-Werkzeug in Photoshop anfreunden mag:

Damit könnt Ihr anfangen und üben, üben, üben. Gilt auch für mich, nur dass Ihr’s wisst.

Wie immer: schickt Eure Bilder!