1. internationaler BBU-Kongress im Januar 2015

Wir wollen uns am 3. und 4. Januar 2015 in Essen treffen — zusammen photographieren, plaudern und gegenseitig die Phototaschen inspizieren.

Tom! war so nett und hat uns eine Exklusivtour[sic!] in der Zeche Zollverein ermöglicht. Diese dauert drei Stunden und findet am Samstag nachmittag, den 3. Januar statt.

Da sind noch ein paar Plätze frei! Wer Lust hat mitzukommen, bitte ab in die Kommentare mit dem Wunsch. Das wird ein bisschen Geld kosten (genau wissen wir das noch nicht, aber es werden ggf. 10-15€). Hier gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Danach wollen wir dann ins Unperfekthaus — spachteln, schnacken usw. Auch wer nicht zur Zeche kommt, ist hier herzlich willkommen!

Am Sonntag werden wir da auch brunchen — wenn Ihr Lust habt, kommt vorbei!

Der genaue Zeitplan ist noch in Arbeit, aber wir freuen uns schon!

Aber: bitte in die Kommentare schreiben, ob Ihr kommen wollt, damit wir eine ungefähre Idee bekommen.

Glück auf!

Fake-Bokeh

In Folge BBU044 haben wir darüber gesprochen, wie man ein Bokeh nachträglich einem Bild hinzufügt.

Dort habe ich auch ein Video verlinkt, wie man das in Photoshop ganz gut hinbekommt — wäre da nicht Photoshop-Guru Pavel Kaplun, der eine (wie ich finde) noch ausgereiftere Technik an den Start bringt. Außerdem ist es auf Deutsch.

Das habe ich auch gleich mal ausprobiert. Das Bild habe ich mit meinem iPhone gemacht, da ist Bokeh eher nicht machbar.

  • Before-Fake-Bokeh
    After-Fake-Bokeh
    Ohne Bokeh Fake-Bokeh Mit Bokeh

Kann man sicherlich noch besser machen, finde das aber schonmal gar nicht schlecht.

Und Ihr? Zeigt mal her Eure Bokehlicious-Photos!

Lensflare

Ein weiterer Hype, der wahrscheinlich irgendwann (heute schon?) belächelt wird und Foren-Aktivisiten die Nase rümpfen lässt: Lensflares.

Macht aber nix, denn solange man die nicht immer verwendet, sehen die ganz cool aus. Und als Photograph “muss man wissen” wie das geht. So! In jedem von uns steckt ein kleiner J.J. Abrams. Naja, sogar der hat sich schon entschuldigt, zu viele Lensflares verwendet zu haben.

Egal.

Lensflare selber machen geht so:

oder so:

Und dann gibt es noch das großartige Lensflare und Lightleak-Paket von Krolop & Gerst. Das gibt es in einer kostenfreien Light-Version oder das volle Paket für 15€. Lohnt sich (meine Meinung).

Lensflare und Lightleaks auf Kroplop & Gerst

Mit Erklär-Video:

Also: probiert es aus, packt Lensflares erstmal in alle Eure Photos (dann wisst Ihr, wie es geht … aber vielleicht nicht überall zeigen) und wendet es dann selektiv an.

Schickt uns Eure Ergebnisse!

P.S.: Liebe Puristen: man kann den Lensflare natürlich auch bei der Aufnahme erzeugen. Und ihn auch nur dann künstlich hinzufügen, wenn es die Aufnahmesituation erlauben würde.

Natürlicher Lensflare ist aber schwerer zu erzeugen (Martin Krolop hat das mal beschrieben: er musste Objektive dafür zerstören). Außerdem ist Lensflare schlecht kontrollierbar: die Richtung schneidet gerne mal durch das Bild und die Größe kann störend sein.

Wer mal Lensflare selber machen will, hier ein DIY-Filmchen:

Wie man in Bildern Tiefe erzeugt

Depth in Photography

Auch in unseren Sendungen ist das immer wieder Thema: hat ein Bild Tiefe? Und wenn ja: wodurch?

Der hier verlinkte Artikel: “Creating Depth in Art and Photography” gibt die Antworten, denn ist gibt Tiefe durch:

  • Atmosphäre
  • Farbe
  • Linienführung
  • Licht
  • Schatten
  • (Farb-) Intensität
  • Schärfeverlauf
  • Bewegung

Lest Euch den Artikel durch — es gibt viele gute Beispielbilder!

Halloween-Photographie

Heute wird es blutig … und das ist auch richtig so, denn es ist Halloween!

Als erstes ein paar grundlegende Blitztechniken, die auch für normale Tage taugen.

Dann wäre da noch Gavin Hoey, der während eines Zombie-Rekordversuchs in wechselnden Lichverhältnissen mit wenig Gear tolle Bilder macht. Am Schluss wird noch ein Bild in Photoshop bearbeitet.

Zu wenig Blut? Aaron Nace hilft.

Dann fehlt nur das der blutige Schriftzug an der Wand — bitte schön:

Wenn Ihr Halloween-Bilder gemacht habt, dann schickt sie uns!

Mac: Lightroom Import und Export via iCloud Fotostream

Der Fotostream unter iCloud ist ja eine tolle Sache: Bilder werden zwischen den iOS-Geräten hin- und her-snychronisiert, ohne dass man sich allzu viele Gedanken machen muss. Einmal eingeschaltet, läuft das. Aber wehe, man hat eine Nicht-Apple-Software dazwischen — so wie Lightroom.

Die Aufgabe

Das ist die Aufgabe:

  1. alle Bilder, die ich mit iOS-Geräten gemacht habe (meist: iPhone) und im iCloud Fotostream landen, sollen automatisch in Lightroom zur Verfügung stehen
  2. via Veröffentlichungsdienst will ich Bilder aus Lightroom heraus auf meine iOS-Geräte (hier wieder meist: iPhone)  exportieren — hier auch wieder ohne manuelles Zutun

Ihr braucht nicht viel:

  • Lightroom (ach was!)
  • iPhoto (sollte auf jedem Mac zur Verfügung stehen)
  • Automator (Standard-Ausstattung eines jeden Mac)

Also los: es gibt ein paar Klippen zu umschiffen, aber es ist nicht schwer.

Teil 1: iCloud Fotostream automatisch in Lightroom importieren

Der Fotostream ist nicht so leicht und offensichtlich zugänglich, dass man ihn einfach anzapfen könnte . Aber eigentlich muss man nur wissen, wo er ist.

Die Idee

Alle Bilder werden automatisch aus dem Fotostream an einen bestimmten Ort kopiert und Lightroom sammelt die Bilder dann via “automatischem Import” ein.

Die Grenzen

Lightroom kann nur einen einzelnen Ordner überwachen (Adobe: bitte nachbessern!), wenn Ihr also schon einen Ordner überwacht (z. B. EyeFi-Karte) müsste Ihr in der folgenden Anleitung entweder genau diesen Ordner angeben oder die ganze Sache funktioniert nicht.

iCloud-Bilder kopieren

Die Bilder aus dem Fotostream befinden sich in folgendem Verzeichnis:

/Benutzer/<Dein Name>/Library/Application Support/iLifeAssetManagement/assets/sub

Dieser Ordner ist standardmäßig ausgeblendet, klickt im Finder in Eurem Benutzerverzeichnis (!)  mit der rechten Maustaste auf “Darstellungsoptionen” und hakt dann “Ordner Library anzeigen” an.

Screenshot 2014-10-28 07.10.08

Dort liegen alle Eure Bilder in Unterverzeichnissen und wollen abgeholt werden … also los!

Schritt 1: Import-Verzeichnis anlegen

Irgendwo muss das Verzeichnis hin, aus dem Lightroom importieren soll. Ich nehme dafür:

/Benutzer/<Dein Name>/Bilder/Lightroom Import

Für alle, die schon den automatischen Import von Lightroom für andere Zwecke verwenden, müssen jetzt diesen schon überwachten Ordner nehmen (z. B. den Ordner, den Ihr für EyeFi-Import gewählt habt). Schritt 2 könnt Ihr Euch dann eigentlich sparen, aber schaut ihn Euch trotzdem an, um Duplikate zu vermeiden.

Schritt 2: Lightroom’s automatischen Import einrichten

Dieses machen wir jetzt schon, da der überwachte Ordner zu Anfang leer sein muss, sonst zickt Lightroom rum.

In der Bibliotheks-Ansicht geht Ihr auf

Datei –> Automatisch Importieren -> Einstellungen für den automatischen Import

In “Überwachter Ordner” gebt Ihr den Ordner an, den Ihr in Schritt 1 angelegt habt.

“Verschieben nach” und “Name des Unterordners” gibt an, wohin Ihr die Bilder verschoben haben wollt — das ist Euch vollkommen freigestellt. Lightroom legt aber leider keine weiteren Unterverzeichnisse an (nach Datum oder so) … damit müsst Ihr leben!

“Dateibenennung” benennt die Dateien beim Import nach Euren Vorstellungen um.

Die “Entwicklungseinstellungen” könnt Ihr auch entsprechend vorgeben.

Bei den Metadaten wird es interessant: Wenn Ihr Eure Veröffentlichungsdienste mit Stichwörtern steuert (z. B.  alle Bilder mit Stichwort “iPhone” bitte in Ordner “iPhone” exportieren), dann braucht es einen Trick, um Duplikate zu vermeiden — besonders dann ,wenn Ihr Teil 2 dieses Tutorials einsetzt, nämlich Bilder per Veröffentlichungsdienst auf das iPhone pushen wollt.

Öffnet die Auswahlbox “Metadaten” und geht auf “Vorgaben bearbeiten”. Tragt die Daten ein, wie Ihr wollt: Copyright, eMail-Adresse .. was auch immer. Scrollt aber auch ganz zum Ende zu dem Bereich “Stichwörter”. Aktiviert “Stichwörter” uns seht zu, dass das Feld “Stichwörter” leer ist. Damit löscht Ihr alle etwaig vorhandenen Stichwörter. So vermeidet Ihr eine Import-Export-Schleife beim erneuten Importieren Eurer zuvor exportierten Bilder.

Screenshot 2014-10-28 07.33.31

Klickt “Fertig” und speichert die Vorgabe ab.

Im Bereich “Stichwörter” könnt Ihr nun neue Stichwörter angeben, die beim Import automatisch vergeben werden. Natürlich jetzt nicht dasjenige Stichwort eingeben, welches Ihr für den Export verwenden wollt ,-)

“Erstvorschauen” setze ich immer auf “1:1”.

Jetzt noch ganz oben den “Automatischen Import aktivieren” — fertig!

Schritt 3: iCloud Photstream-Dateien kopieren

Das geht mit dem Automator.

Automator öffnen und eine neue Aktion erstellen. Wir brauchen eine “Ordneraktion”.

Oben rechts muss der Ordner angegeben werden, wo unsere Quellbilder liegen, also

/Benutzer/<Dein Name>/Library/Application Support/iLifeAssetManagement/assets/sub

Screenshot 2014-10-28 07.40.16

Aus der Bibliothek (ganz links) im Ordner “Dateien und Ordner” zieht Ihr die Aktion “Ordnerinhalt abfragen” in den Arbeitsbereich rechts. Die Option “Für jeden gefundenen Unterordner wiederholen” muss aktiviert sein.

Jetzt zieht Ihr aus der Bibliothek die Aktion “Finder-Objekte kopieren” in den Arbeitsbereich. Dort wählt Ihr den überwachten Ordner, den Ihr gerade in Lightroom angegeben habt.

Das Ganze sieht jetzt so aus:

Screenshot 2014-10-28 07.44.11

Jetzt speichert Ihr den Workflow und dieser ist dann sofort aktiv. Jetzt sollten Eure Bilder aus dem Fotostream in den überwachten Ordner geschoben und in Lightroom importiert werden.

Ausprobieren: schießt ein Photo auf dem iPhone und das sollte in kürzester Zeit in Lightroom auftauchen!

Teil 2: Aus Lightroom Photos auf das iPhone exportieren (via iCloud Fotostream)

Diese Aufgabe hat ein paar Hürden und einige bleiben auch.

Die Idee

Wir überreden iPhoto, dass es unsere aus Lightroom exportierten Bilder nimmt und in den Fotostream lädt. Der Rest geht dann automatisch.

Die Grenzen

Leider können wir iPhoto nicht sagen, wie es mit Duplikaten umzugehen hat, ohne dass wir das jedes Mal bestätigen müssen. Auch bleibt iPhoto im Hintergrund offen — aber was soll’s, frisst kein Brot.

Bilder aus Lightroom in den iCloud Fotostream exportieren

Diesmal zaubern wir wieder mit Lightroom, dem Automator und iPhoto.

Schritt 1: Lightroom Veröffentlichungsdienst einrichten

Je nach Lust und Laune müsste Ihr Euch einen Veröffentlichungsdienst einrichten, der Eure gewünschten Bilder in ein Verzeichnis exportiert. Dieses Verzeichnis solltet Ihr auf keinen Fall für irgendetwas anderes verwenden, denn die Bilder werden nach dem Export von iPhoto gelöscht (und das ist gut so!).

Wenn Ihr keinen Veröffentlichungsdienst verwenden wollt, ist das auch gut, Ihr könnt die Bilder auch manuell in den entsprechenden Ordner exportieren.

Ich habe mir einen Smart-Ordner erstellt, der alle Bilder enthält, welche das Stichwort “Photostream Export” haben.

Und los!

Erstellt einen Ordner, der die (temporären) Bilder enthalten soll:

/Benutzer/<Dein Name>/Bilder/Lightroom Export

Ihr könnt auch einen anderen Namen vergeben, dann diesen aber auch später weiter verwenden!

In Lightroom erstellt Ihr jetzt in der Bibliotheks-Ansicht einen neuen Veröffentlichungsdienst via Lightroom-Veröffentlichungsmanager.

Screenshot 2014-10-28 19.13.25

Die “Beschreibung” ist egal.

“Exportieren in” ist ein “Spezieller Ordner” und der lautet:

/Benutzer/<Dein Name>/Bilder

… den Unterordner “Lightroom Export” vergeben wir im nächsten Schritt!

Screenshot 2014-10-28 19.02.24

Alle weiteren Einstellungen könnt Ihr machen wie Ihr wollt.

Jetzt mit rechtem Mausklick auf den Dienst klicken und “Veröffentl. Smart-Ordner erstellen …” wählen.

“Veröffentl. Smart-Ordner” ist “Lightroom Export” oder eben der Ordner, den Ihr unter dem Ordner “Bilder” verwenden wollt.

Erstellt eine Regel, welche zutreffen soll, damit Bilder ausgewählt werden. Bei mir ist es immer dann der Fall, wenn das Stichwort “Photostream Export” vergeben wird (ja OK: ich habe Fotostream mit “Ph” geschrieben …).

Screenshot 2014-10-28 19.17.54

Ihr könnt eigene Regeln verwenden, z. B. über Farben arbeiten — was immer Ihr wollt!

Schritt 2: iPhoto vorbereiten

In den Einstellungen von iPhoto im Bereich “iCloud” muss der Fotostream aktiviert sein.

Screenshot 2014-10-28 19.24.32

Damit war’s das in iPhoto — wir brauchen das Programm (fast) nie wieder.

Schritt 3: iPhoto füttern

Und da kommt wieder Automator ins Spiel.

Wieder wird eine neue Ordner-Aktion erstellt.

Der Ordner ist diesmal “Lightroom Export” (oder eben derjenige, den Ihr gewählt habt).

Aus der Bibliothek zieht Ihr die Aktion “Angegebene Finder-Objekte abfragen” in den Programmbereich und wählt dort wieder den Ordner

/Benutzer/<Dein Name>/Bilder/Lightroom Export

Den könnte Ihr übrigens auch aus dem Finder in den Automator ziehen.

Als nächstes brauchen wir die Aktion “Ordnerinhalt abfragen”. Unbedingt darauf achten, das die Option “Für jeden gefundenen Unterordner wiederholen” nicht aktiviert ist. Grund: wenn Lightroom die Bilder exportiert, legt es einen temporären Unterordner an (tmp) und iPhoto würde versuchen, Bilder daraus zu importieren — und das klappt nicht.

Screenshot 2014-10-28 19.38.11

Als nächstes filtern wir noch, das auch nur Bilder an iPhoto geschickt werden. Das ist zwar ein wenig überflüssig, aber sauberer.

Zieht dazu die Aktion “Finder-Objekte filtern” in den Programmbereich und wählt als “Art” “Bilder” aus.

Screenshot 2014-10-28 20.11.17

Als letztes importieren wir in iPhoto. Zieht die Aktion “Dateien in iPhoto importieren” in den Programmbereich (zu finden unter “Fotos”).

Als Album wählt Ihr , welches Ihr wollt. Es macht durchaus Sinn, ein spezielles Album anzulegen, dann habt Ihr auf dem iPhone Eure Lightroom-Bilder in einem separaten Album — besonders dann, wenn Ihr ein Portfolio zum Rumzeigen habt!

Aber ganz wichtig: “Quellbilder nach dem Importieren löschen”, sonst gibt es die immerwährende Duplikats-Warnung.

Screenshot 2014-10-28 19.43.52

Speichern, fertig!

Veröffentlicht ein paar Bilder, die Magie macht den Rest: die Bilder sollten kurze Zeit später auf dem iPhone erscheinen.

Kleine Einschränkung: Wenn Ihr das gleiche Bild wiederholt veröffentlicht, dann fragt iPhoto jedes Mal nach, wie es bitte mit dem Duplikat umgehen soll … na gut. Außerdem bleibt iPhoto im Hintergrund offen. Ich habe versucht via Automator iPhoto zu schließen, das war dann aber immer zu früh — nämlich bevor iPhoto mit dem importieren fertig war.

Klappt’s? Habt Ihr Vorschläge? Dann bitte ab damit in die Kommentare …

Bessere Landschaftsbilder machen — ohne HDR!

Autumn Sunrise

Der Herbst lädt ja gerade dazu ein, ein paar schöne Landschaftsbilder zu machen. Für tolle Lichtstimmungen muss man nicht ewig lange aufbleiben oder in aller Herrgottsfrühe aufstehen, die Farben, die Lichter … herrlich!

Darum geht es mir: wie man bessere Landschaftsbilder macht … und wie eben nicht. Sinnloses Rumgeballer mit Belichtungsreihen um dann fragwürdige HDR-Bilder zu erstellen ist Käse. Konzentriert Euch auf die Stimmung, setzt die Belichtung dahin, wo sie sein soll — viele Anpassungen kann man dann in Lightroom oder Photoshop vornehmen.

Und da höre ich es auch schon: “Aha … Wasser predigen und Wein saufen … Heuchler! Nachbearbeitung ist bäh … get it right in cam – DAS ist die reine Lehre!”

Ja, das stimmt auch. Vollkommen! Genau darum geht es mir auch.

Aber was ist denn richtig? Da müsst Ihr Euch entscheiden — alles gleichzeitig geht nicht. Ist es der Himmel, der die entscheidende Stimmung erzeugt? Dann müsst Ihr für den Himmel belichten. Oder ist es die Stimmung, welche die Sonne auf der Landschaft erzeugt? Dann gehört die Belichtung darauf abgestimmt. Alles Weitere passiert dann eben in der Nachbearbeitung. Und dafür reicht eine einzelne Aufnahme vollkommen aus, denn in der Regel haben Eure Raw-Dateien (!) ausreichend Informationen, die Ihr herauskitzeln könnt … dafür braucht es keine Megapixel-Monster wie die Nikon D800.

Das folgende Nicht-Meisterwerk zeigt, was alles möglich ist (vorher/nachher). Bei dem Bild war mit die Wolkenstimmung wichtig und darauf habe ich belichtet. Der Rest ist Lightroom.

_XT10420 _XT10420

Und ja: mir ist vollkommen klar, dass man sich Rauschen einfängt, wenn man die Tiefen hochzieht. Je nach Kamera ist das nicht ohne und für den 120 mal 150-Ausdruck vielleicht auch störend. Aber das ist nicht mein Punkt. Vielmehr geht es mir darum, sehen zu lernen, sich auf das Wichtige zu fokussieren — dann zu Mehrfachbelichtungen zurückzukehren macht einen Riesenunterschied!

Die Entscheidung liegt bei Euch — Ihr seid völlig frei! Aber nehmt Euch dieser Herausforderung auch an und macht Eure Bilder bewusst. Ihr seid die Künstler hinter dem Bild — überlasst das nicht Eurer Kamera und einer HDR-Software.

Checkliste:

  1. Kamera auf manuellen Modus stellen
  2. photographiert in Raw (oder Raw+JPEG)
  3. Belichtung auf das zentrale Element
  4. checkt das Histogramm
  5. … und passt die Belichtung ggf. ein wenig an

Versteht mich nicht falsch: ich bin kein Anti-HDR-Dogmatiker und ein großer Freund von Aufnahmen mit hohem Dynamik-Umfang. Ich habe auch lange mit HDR experimentiert, besitze alle gängigen Programme für’s HDR-Stitching, komme aber immer mehr zur Handarbeit zurück. Also nicht mehr 9 Bilder in einer Belichtungsreihe schießen (womöglich noch mit Programmautomatik), ab in Photomatix, ein paar Presets geklickt und fertig.

Versucht mal, ein Bild zu machen. Das eine Bild! So wie das Bild ganz oben. Eine Aufnahme. 16 Megapixel. Eure Kamera ist keine Ausrede.

Probiert’s aus … und schickt Eure Bilder!

Magische Portraits mit natürlichem Hintergrundlicht

2014-10-16_13-27-50

Ich finde das Herbstlicht ja ganz toll — und erst die Farben! Genau hierzu habe ich einen schönen Artikel gefunden:

How To Shoot Dreamy Backlit Portraits With Natural Light

Also: Am Wochenende die Kamera schnappen und raus und nachmachen!

Ach ja: Die Bilder dann bitte an uns schicken!

Der Kino-Look

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Bilder, die aussehen als wären sie einem Kinofilm entsprungen haben oft etwas Besonderes: sie erzählen eine Geschichte.

Beim heutigen Linktipp geht es um zwei New Yorker, die einen Tag lang durch die Straßen zogen, dabei Bilder machten und am Ende zeigen, wie sie diesen cineastischen Look erzeugten.

The Cinematic Look – How To Make Your Photographs Look Like Films

Übrigens: die Fstoppers sind cool — unbedingt mal öfter vorbei schauen! Twitter. Facebook.